Die Maus und ihr Zuhaus
Ich war ganz aus dem Häuschen,als kam ein kleines Mäuschen.
War grade unterwegs
am Rande eines Stegs.
Das Mäuschen lief vorbei,
das war' mir einerlei.
Doch knabberte’s am Schuh,
das ließ mir keine Ruh.
Ich stieß die Maus ins Wasser,
das wird ja immer krasser.
Darauf bekam ich Kummer
und wählt’ die Notruf-Nummer.
Die Feuerwehr kam schnell,
mit Blaulicht ganz schön grell
und viel Tatütata,
dann war sie endlich da.
Schnell holte sie die Maus
gleich aus dem Wasser raus.
Die Maus die war gerettet,
wer hätte drauf gewettet?
Die Maus bedankte sich,
es schadete ja nicht.
Dann lief sie in die Ferne,
bis zu ’ner Gaslaterne.
Von dort konnt’ sie gut sehen,
im Sitzen oder Stehen.
Der Steg auf dem ich stand
geriet - oh je – in Brand!
Es brannte lichterloh,
so dass ich schnelle floh.
Floh über Stock und Stein,
was war das für’ne Pein.
Ich rannte zu mei’m Vater,
schon hatt’ ich Muskelkater.
Dabei da hatte ich
’n fiesen Seitenstich,
und das kam noch dazu:
verlor ich einen Schuh!
Und das bei der Laterne,
da ganz weit in der Ferne.
Ich weinte deshalb sehr,
es wog doch ganz schön schwer.
Der Schuh der war perfekt,
ob er der Maus jetzt schmeckt?
Die Maus ein bisschen später,
die knabbert an dem Treter,
dann merkt die Maus jawohl,
der Schuh der ist ja hohl!
Da kann man krabbeln rein,
wie in ein Häuschen klein.
Geruch von Käse oh wie fein,
den gab es obendrein!
Da freute sich die Maus,
sie hat ein neu’s Zuhaus!

